Dramatisches am Langenhorst Nach einer unheilvollen Serie von drei Niederlagen in Folge und dem Ausfall von drei Stammspielern (Wolff, Willhöft und Fischer) waren die Twins nicht gerade guten Mutes zum seit zehn Spielen ungeschlagenen Tabellenführer gereist. Und das erste Spiel sollte dieses Unbehagen eher noch untermauern.
L: Farag (2-5) S: Riedel HR: - MVP: Tiralla (4 SB bei 3 OB) Der erste Walk des Spiels gehört Garies, der einen Pick off und einen Wild pitch später nach einem Groundout von Polzin die Platte zur Führung überquert. Ein vor Sicherheit nicht gerade strotzender Alex Harms erhält jedoch zwei oben von den Twins endgültig den Beweis geliefert, dass ein Quality start auch ohne Qualität möglich ist. Der Gegner muss nur mitmachen. Und das machen die Gäste, als sie die Bases laden, ohne daraus Kapital zu schlagen, genauer gesagt: ohne zu schlagen. Denn Hits gibt es im ersten Spiel für die Twins nicht. Da hilft dann auch ein gutes Pitching von Farag nicht viel, zumal dieser zwei unten nach zwei Walks und einem Single von Ehlers die Führung der Stealers hinnehmen muss. Derweils versagt ihm sein Team weiter den Run support. Vier unten fällt dann die Entscheidung. Stolte eröffnet mit einem Triple und scored auf Heeses Überwurf am ersten Base gegen den Schlag von Krampitz. Farag läßt jetzt Wild pitches und zwei Wlaks folgen, ehe er Langschwager mit einem Strike out wieder auf die Bank setzt. Bei zwei Aus unterläuft Sönke Püst dann den tiefen Flyball von Patrick Eggers, der im Leftcenterfield gap niedergeht - 1:6! Fünf oben gibt Harms noch mal alles, um den Twins wieder auf die Beine zu helfen, doch drei Walks können die Twins dieses Mal nur zu einem Run verwerten. Sechs unten gibts es dann noch einen Nachschlag, als Schöttler auf SacFly von Langschwager nach Hause kommt. Das 3:7 sieben oben durch Tiralla ist nicht nur Ergebniskosmetik sondern gelingt bezeichenderweise nur nach tatkräftiger Mithilfe der Gastgeber. Ohne Hitting kein Sieg, das Fehlen von Fischer und Wolff macht sich in diesem Spiel schmerzhaft bemerkbar.
L: Riedel S: Farag (1) HR: - MVP: Püst (1B mit RBI zum Ausgleich, winning run) In der zweiten Partie machen Hinze und Trennt mit ihren Singles deutlich, dass der Komplettausfall der Offensive im ersten Spiel keinen beispielhaften Charakter haben soll. Stealers-Starter Langschwager steht von Beginn an unter Druck, kann aber durch ein spektakuläres 5-2-3 Double play den Kopf noch aus der Schlinge ziehen. Das gelingt ihm zwei oben dann nicht mehr. Walk für Sönke Püst, danach ein kapitaler Error Stoltes auf Heeses Bunt sowie Singles von Hubertus und Farag und schließlich zwei weitere Sacbunts von Garies und Polzin sorgen für das 3:0, das drei oben von Sönke Püst nach einem Single und zwei Wild pitches bei zwei Aus sogar noch ausgebaut wird. Tiralla, Starter der Twins, hat derweil einen No-Hitter am Laufen, der vier oben in einem Double play von Heese und Polzin seinen Höhepunkt erfährt: Doch das alles ist, genau wie das 5:0 fünf oben durch Hinze nur das Vorgeplänkel für ein furioses Finale. Fünf unten gelingen den Stealers bei einem Aus die ersten beiden Hits. Krampitz schafft den Infieldhit, Wetzels Bunt bleibt dann zwischen Hinzes Beinen liegen. Klar, dass Schöttler einen Bunt nachlegt, den Tiralla zum Aus am dritten Base veredeln will, doch sein Wurf landet im Leftfield. Sechs unten kommt es dann dicke für den bis dahin starken Tiralla. Ein Triple bei einem Aus für Stolte, dann ein Walk für Pfeiffer. Krampitz wird wieder wertvoll, holt Stolte per Single nach Hause. Tiralla zeigt Nerven und läßt Pfeiffer auf einen Wild pitch scoren. Bei zwei Aus gelangt dann auch noch Schöttler per Walk auf Base und wenig später in scoring position. Aus dieser befreit ihn und Sven Krampitz schließlich Harms mit seinem Linedrive ins Centerfield. Der Ausgleich ist urplötzlich da! Tiralla räumt nun den Mound für Püst, der erst nach zwei Walks und einem Wild pitch und der daraus resultierenden Führung das dritte Aus erzielt. Jetzt hat also der Tabellenführer alles in der Hand, seinen sechsten Sweep in Folge zu erzielen. Doch sieben oben flattern plötzlich Closer Riedels Nerven. Zwei Walks gehen an Hinze und Trennt. Püst holt Hinze dann mit einem Single ins Centerfield zum Ausgh nach Hause. Ein Walk für Tiralla bei gleichzeitigem Wild pitch sorgt für die Führung durch Trennt, die Püst schließlich bei geladenen Bases auf einen Walk für Garies ausbauen kann. Yassin Farag soll den Sieg jetzt in trockene Tücher bringen, erhält aufgrund des Fehlens von Henning Fischer die Save opportunity. Doch ein Infieldfehler auf Pfeiffer Endkappenkontakt sorgt von Beginn an für Sorgenfalten bei Coach Andreas Hinze. Die Nervosität löst sich etwas, als Krampitz seinen Schlag als Fly out ins Leftfield setzt und Andreas Hinze Wetzel souverän am ersten Base ausmacht. Jetzt rückt Dietmar Heese noch einmal in den Mittelpunkt des Geschehens und läßt sich von Schöttlers Schlag locker tunneln. Doch der älteste Spieler der Twins verliert die Nerven nicht und fängt Harms Line drive direkt danach aus der Luft. Das Comeback der Twins ist geglückt. Nach vier Niederlagen in Folge ist der Sieg beim Tabellenführer für die Twins doppelt wichtig, schafft er nicht nur Selbstvertrauen, die Twins können so den Abstand auf das Mittelfeld halten. Wenn es nächsten Samstag auf dem Waldsportplatz direkt wieder gegen die Stealers geht, muss aber wieder mindestens ein Split her. |