Stealers nur noch eine Nummer zu groß Jede Woche einen Schritt nach vorn machen - eine Zielvorgabe, die die Twins am Sonntag bei den Stealers hinbekamen, vergleicht man den Verlauf dieses Spiels mit dem Hinspiel, bei dem es gegen nur acht Stealers ein wahres Desaster gab. Dieses Mal waren die Stealers zu zehnt und mit dem Blick auf die mögliche Meisterschaft hochmotiviert und engagiert. Und dennoch zeigten die Twins phasenweise Baseball auf Augenhöhe.
L: Kampf (0-4) HR: - MVP: Dunisch (HSV) (3/3, 2 R, 3 RBI) Es sind die Unterschiede im Pitching, die den Ausschlag geben. Alexander Mihm hat viel Bewegung auf seinen Pitches, die Twins lange Zeit kein Mittel dagegen. Die Stealers bauen gegen den früh am Daumen verletzten Robert Kampf dagegen reglmäßig Bedrohung auf und sorgen so für Anfälligkeiten bei den Twins. Bei denen darf heute auch Jonas Witt sein Debüt geben. Vorgesehen für einen Outfieldeinsatz, muss er schon im zweiten Inning das dritte Base vom verletzten Christian Stoislow übernehmen und wird selbst am glücklichsten sein, dass das Spiel komplett an ihm vorbeilief. Ein Rookie sieht in der Hot corner selten gut aus. Positiv ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass die Twins zu zwölft antreten können, so dass reichlich Gelegenheit zum Wechseln gegeben ist. Eine angenehme Situation für jeden Coach. Weniger angenehm gestaltet sich Kampfs Arbeitstag im zweiten Inning. Durch seine Daumenverletzung gehandicapt, muss er Tempo aus seinen Pitches nehmen, was zwar der Präzision guttut aber auch den schlagfreudigen Stealers, die dann von den latenten Defensivaussetzern der Gäste profitieren und das Spiel früh entscheiden. Es ist der dieses Mal soliden Outfieldleistung vor allem Moritz Wittstocks und Sascha Böckmanns zu verdanken, dass es nicht noch schlimmer kommt, denn die Infielder steigen erst ab dem dritten Inning ins Spiel ein. Offensiv geht bei den Twins so gut wie nichts. Piper und Boldt erreichen als einzige Twins die Bases und können dann aufgrund mangelnden Spielverständnisses nicht nach Hause gebracht werden. Die Runproduktion, vor Wochenfrist bei den Knights noch das große Plus, funktioniert gegen die Stealers überhaupt nicht. Das liegt nicht nur an Starter Mihm, auch die Reliever Grant und Schwab kontrollieren ihre Gegner nach Belieben und lassen keinen Run und keinen Hit zu. Drei Hits vier unten sind es dagegen, die Robert Kampf vom Mound nehmen und Phillipp Boldt als Reliever auf den Plan rufen. Der beendet dieses Inning dann zwar souverän, doch ohne Hits und Runs endet die Partie im fünften Inning vorzeitig. Die Twins zeigten sich gerade defensiv durchaus verbessert. Michael Köppen machte auf 1st Base eine besonders gute Figur, mit Böckmann und Randolf Schwarz stehen Outfieldalternativen mit Niveau zur Verfügung und auch Sven Piper steigert sich als Catcher kontinuierlich. Wenn jetzt auch noch die Angst vor schnellen Pitchern kontrolliert werden kann, hat sich die Saison, die wir wohl definitiv als Tabellenletzter abschließen werden, auf jeden Fall aus sportpädagogischer Sicht gelohnt. |