Nichts zu holen im Schotterdome Der letzte Sieg der Twins bei den Frohnau Flamingos liegt schon eine Weile zurück, 2003 war es, als ein brillant aufgelegter Yassin Farag mit den Berlinern machte, was er wollte, doch seit dieser legendären Hitzeschlacht ist der "Schotterdome" für die Möllner ein Buch mit sieben Siegeln. Das sollte sich auch an diesem Wochenende nicht ändern.
L: Püst (0-2) S: Thomas HR: - MVP: Polzin (2/4, 2B, 2R, und das alles ohne rechten Daumen!) Torben Tiralla fehlt den Twins als Starter aus familiären Gründen, so dass Oliver Püst wie schon am ersten Spieltag zu einem Start gegen die Flamingos kommt. Doch anders als seinerzeit erhält er heuer Rückendeckung durch seine Offensivabteilung. Fischers Walk, Polzins Hit und ein verpatztes Homeplay von Poseck führen zum 2:0 Püst präsentiert zunächst wieder Pitching neben der Zone, doch ein Double play und ein Strike out helfen ihm trotz eines Hits und vier Walks mit nur einem Run aus dem Inning. Drei unten ist es mit der Frohnauer Fahrlässigkeit vorbei. Trotz des zweiten von heute insgesamt drei Double plays kommen die Flamingos groß aufs Scoreboard, weil sie endlich beginnen, Püst zu schlagen. Buchczyk, Poseck, Karp und Flaum lassen die Hits raus, die zum 6:3 führen. Von nun an kämpfen die Twins mit allen Bandagen, doch erfolglos. Tobias Willhöft kommt als Pinchrunner und Shortstop für Jan Hubertus und kann vier oben auch scoren, macht jedoch später noch einen deftigen Error, der einen Run nach sich zieht. Doch nicht nur Willhöft erwischt nicht seinen besten Tag. Nur vier Hits produzieren die Twins, die bis dato leistungstragenden Hinze, Püst und Fischer bleiben dabei ebenso ohne Treffer wie der erstmals in dieser Saison eingesetzte Dietmar Heese. So trudelt die Partie am Ende unter Reliever Alexander Trennt einer deutlichen Niederlage entgegen, die Ten-Run-Rule verhindert Andreas Hinze auf Third Base gerade noch mit einem tollen Diving stop.
L: Farag (2-3) HR: - MVP: Garies (3/4, 2B, R, RBI) Im Duell zwei des Tages stehen sich die Starter Farag und Rocek gegenüber, und Farag hat zunächst die besseren Argumente. Fischer kommt als Lead off per Walk auf Base und nach Hause nach einem mißglückten Versuch, Wolff an einem Stealversuch zu hindern. Wolff und Oliver Püst folgen auf Sönke Püsts Double. Zwei oben folgt der nun blendend aufgelegte Garies zum 4:0, ehe Strike outs der Püst-Brüder drei oben weitere Runs zu einer deutlicheren und vielleicht vorentscheidenden Führung verhindern. Farag hat den Gegner bis dahin im Griff. Drei unten jedoch ist es ein Error von Willhöft auf Sven Flöters Schlag, der erstmals Runs der Flamingos ermöglicht. Es folgt bei zwei Aus eine Serie von fünf Hits, auf die drei Runs zum Anschluss scoren. Die Flamingos sind wieder im Spiel. Und drehen es fünf unten. Reiner Wöttke eröffnet mit einem Single, Meißner, Buchczyk und Flaum lassen weitere Hits folgen, ehe Flöter per Double die fünf Runs komplett macht. Dass hierbei auch einige kleine Fehler im Feld ihr übriges tun, sei hier nur am Rande erwähnt, beeindruckt das Hitting der Flamingos doch sehr. Die Twins haben sechs oben die Riesenchance zum Ausgleich, nachdem Garies, Willhöft und Fischer mit Singles die Bases laden. Doch Jörn Polzin Line drive geht nicht ins Leftfield sondern in den Handschuh von Shortstop Thomas Buchczyk, der Garies noch ins Double play mitnimmt. Farag kann den Ball danach auch nur noch ins Infield schlagen. Da Dorndt auf einen Texas Leaguer von Meißner dann sechs unten auch noch das 9:5 erläuft, sind die beiden Runs von Wolff und Sönke Püst am Ende nur noch Ergebniskosmetik. Den Twins gelang in Berlin kein Sieg in zwei guten Spielen, weil Frohnau in den entscheidenden Momenten beider Spiele die größere Entschlossenheit in der Offensive und das größere Glück auf ihrer Seite hatten. Wenn die Twins an die an den ersten Spieltagen gezeigten Schlagleistungen anknüpfen können, sollten sie die kommenden Aufgaben erfolgreicher meistern und den letzten Tabellenplatz schnell wieder loswerden. |