Nur ein Starter zu wenig! Bestes Baseballwetter, überdurchschnittlich viele Zuschauer und fast die Bestbesetzung am Start. Der Sonntag hätte so schön sein können für die Twins, doch am Ende des ersten Regionalligaspieltags 2007 hatten nur die Gäste aus Frohnau etwas zu lachen.
L: Farag (0-1) HR: - MVP: Willhöft (2/3, RBI) Yassin Farag und Tilmann Poseck starten die Partie für ihre Teams und haben beide zunächst Schwierigkeiten, den Ansprüchen an ihre Pitches gerecht zu werden. Die Strikezone scheint im Winter wieder kleiner geworden zu sein. Entsprechend profitieren beide Teams von Walks und den automatisch aus Pitches in die Mitte resultierenden Hits. Besonders gut machen dies zunächst die Twins, die die frühe Gästeführung auch dank der Basehits von Polzin und Hinze schnell vergessen machen. Doch in der Folge entwickelt sich ein zähes Ringen um jedes Base, in dem sich Steve Meißner auf Seiten der Flamingos als auch für Farag unlösbares Problem herausstellt. Der große Berliner ist bei jeder Plate appearance des Tages produktiv, was den Gästen vier oben schleißlich den Ausgleich beschert. Jetzt wird es turbulent. Den Flamingos gelingt das Double play auf Trennts Schlag nicht, der sich daraufhin auf ein Double von Garies auf den Heimweg macht. Der beste Batter der Twins heute, Tobias Willhöft, holt daraufhin Garie sper Single nach Hause. Doch die Flamingos schlagen mit ihrem Big inning zurück. Vier Walks und drei Hits gibt Farag zu vier Runs ab, das Spiel scheint gelaufen, zumal bei den Twins die Pitching-Optionen noch nicht so groß sind wie gewünscht, Tirallas Operation ist noch nicht lang genug her, um einen Start heute zu ermöglichen. Den Twins gelingt es aber, ins Spiel zurückzukommen. Sechs unten kann Willhöft auf Polzins Single scoren, was Posecks Auswechslung zur Folge hat. Meißner soll das Spiel für die Gäste dichtmachen, doch Oliver Püst bringt noch Tiralla zum 7:8 Anschluss nach Hause. Meißner behält die Nerven, schickt Reimers und Trennt wieder auf die Bank. Sieben oben ist es dann die geistige Frische, die die Entscheidung bringt. Auf einen Opferbunt von Dorndt nimmt Wöttke zwei Bases und erzielt so im Harakiri-Stil das 9:7, weil die Twins zu spät schalten. Die bringen ihrerseits zwar noch zwei Läufer in scoring position, doch auf das Fly out von Hinze kommt nur noch der Anschluss nach Hause, während Torben Tiralla und Pinchrunner Sönke Püst auf den Bases verhungern.
L: Püst (0-1) HR: - MVP: Fischer (einziger Hit der Twins...) Die zweite Partie enttäuscht, was ihre Dramatik betrifft, im Vergleich zur ersten auf ganzer Linie. Starter Oliver Püst beweist, dass Tiralla schnell wieder fit werden muss und erlaubt den Gästen dank satter acht Walks eine frühe und vor allem hohe Führung. Das Unglück komplettiert Reliever Jens Reimers, dem ebensoviel gelingt wie Püst. So freut sich Gästestarter Thomas über einen entspannten Nachmittag, an dem er den Twins zwar einige Walks, aber nur einen Hit und keinen Run gönnt. Alexander Trennt obliegt die undankbare Aufgabe, ein mit 0:14 bereits verlorenes Spiel zu beenden, was ihm solide und ohne großes Gewackel gelingt. Die Offensive der Twins, in Spiel eins gegen Angstgegner Poseck noch auf der Höhe, läßt angesichts des Debakels jegliche Durchschlagskraft vermissen und sieben Runner in scoring position verhungern. Nach Spiel eins wäre den Zuschauern auch ein zweites tolles Spiel zu wünschen gewesen, doch die Twins-Pitcher ließen dies nicht zu. Das muss am kommenden Samstag deutlich besser klappen, wenn es zu den Berlin Wizards geht. Pitching Coach Oliver Püst hofft, dass er Torben Tiralla bis dahin startklar bekommen hat. |