| Die Herzogtum Twins 2005: Niederlagen und andere Scherereien Einem Anfall maßloser Selbstüberschätzung folgend machten sich die Twins 2005 als Vizemeister der Verbandsliga in die Regionalliga auf, um sogleich zu erfahren, wieviel rauer das Klima in der neuen Spielklasse ist. Ohne die vielen von Bord gegangenen Haudegen der ersten beiden Regionalligajahre waren plötzlich die Junioren von vor einem Jahr als tragende Säulen in der Regionalliga gefordert - und nicht selten überfordert. Torben Tiralla zum Beispiel konnte in der Verbandsliga gerade einmal sieben Innings Erfahrung erpitchen, ehe die Batter der Regionalliga auf ihn losgelassen wurden. Ein über weite Strecken ungleicher Kampf, der für Tiralla auch so bittere Erfahrungen wie ein 0:30 beim Meister Berlin Sluggers mit sich brachte. Doch eben dieser Tiralla schlug auch über .300 in seiner ersten richtigen RL-Saison und zeigte damit, dass man sich an dieses neue Niveau heranarbeiten könnte. Und schließlich holte er sich auch noch zwei Siege als Pitcher. Der Nachwuchs etablierte sich. Profitierte dabei aber vor allem von den alten Hasen. Andreas Hinze und Yassin Farag waren die einzigen Twins, die über die gesamte Saison hinweg Regionalligareife beweisen konnten und konnten dennoch das ein oder andere Desaster nicht verhindern - nur fünf Siege gab es für die Twins 2005. Hinzu kam aber immerhin noch der Sieg beim Lübecker Osterturnier, wenn auch gegen eine Konkurrenz, die sich einzig und allein aus der Landesliga rekrutierte. ![]() Foto: Tiralla (links) erlebte ein hartes Lehrjahr 2005. Die Auflösung des Juniorenteams 2004 und der Aufstieg in die Regionalliga zog als Konsequenz die Neugründung eines Jugendteams, gemeinsam mit den Lübeck Cougars nach sich. Die Spielgemeinschaft, etwas eigenwillig "Twins/Tiggers" betitelt, holte sich in ihrer ersten Saison gleich drei Siege aus sechs Spielen, doch die Schwierigkeiten waren dennoch nicht zu übersehen. Ein gemeinsames Training fand kaum statt, anstelle eines Teams fand sich bei den Spielen ein heterogener, schwer disziplinierbarer Haufen zusammen, der nur nach Lust und Laune Engangement zeigte. ![]() Foto: Erfolgreich, aber ohne richtige Perspektive: das Jugendtea, 2005. Als Konsequenz beschlossen die Twins den Austritt aus der Spielgemeinschaft und für 2006 den Wiedereinstieg in die Juniorenliga. Denn mit Robert Kampf, Dennis Willhöft und einigen weiteren Spielern hatten die Leistungsträger der Jugend das Juniorenalter erreicht, zudem brannte Sönke Püst nach einjähriger Diaspora in der Regionalliga auf die Rückkehr in die Juniorenliga. ![]() Foto: Lucie Lange fieldet einen Bunt. Den Damen war 2005 trotz ihrer Teilnahme an der Landesliga kein richtiger Spielbetrieb vergönnt. Zunächst zogen die Marines II kurz vor Saisonbeginn aus der Liga zurück, dann kamen viel zu wenige und meist auch einseitige Partien zustande. Der Lerneffekt für die Twins erwies sich als marginal. Dennoch holte das Team erste Siege und konnte mit Bianca Teodorescu auch eine Spielerin in die Juniorinnen-Landesauswahl entsenden. ![]() Foto: 2006 trotz aller Widrigkeiten wieder in der Regionalliga: die Herren der Herzogtum Twins. |
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